Dienstag, 11. Juli 2006

48 Stunden, Teil drei

In dem Innenhof standen drei Olivenbäume und darunter Tische und Bänke an denen laut schwatzend Männer, Frauen und Kinder beim Essen saßen. Anscheinend war es eine Art Gastwirtschaft. Der Mann wies Ella einen Platz an einem langen Tisch, der schon von einer Familie bestzt war. Während die Kinder scheu wegsahen, lächelten die Erwachsenen freundlich um gleich darauf wieder in ihr Gespräch zu versinken. Ella verstand zwar kein Wort davon, doch sie genoß die Athmosphäre.
Der Mann, der sie hergebracht hatte, kam mit einem Glas Tee und einem Teller mit Reis und einem grün-bräunlichen Gericht, dass an eine Mischung aus Gulasch und Eintopf erinnerte, zurück. "Essen Sie!" forderte er sie auf. "Keine Angst! Das ist gutes Essen." Sie nahm also den Löffel und war überrascht, das es wirklich so gut schmeckte. Schließlich fasste sie Mut, die Frage zu stellen, die ihr schon die ganze Zeit, durch den Kopf ging. "Warum haben Sie mich hergebracht?" - "Ich weiß was Sie suchen?" - "Sah ich den so hungrig aus." wunderte sich Ella. "Oh nein, das mein ich nicht. Wir haben ja noch gar nicht gefunden, was Sie suchen." Verwirrt sah sie ihn an. Sie suchte etwas anderes? Was denn? Sie war doch nur auf der Durchreise. "Aber ich suche doch gar nichts!" Wiedersprach sie. Seine dunklen braunen Augen sahen sie durchdringend an. "Oh doch." sagte er und seine Stimme klang noch tiefer und geheimnisvoller. "Sie suchen etwas sehr wertvolles, das sie vor gar nicht langer Zeit verloren haben."
Fortsetzung folgt

Donnerstag, 6. Juli 2006

48 Stunden, Teil Zwei

"Junge Frau" Aus einer Seitenasse drang eine tiefe, kratzige Stimme. Ella sah sich verwirrt um. War sie gemeint? Aus dem Schatten schob sich ein kleiner, alter Mann ins Licht. "Junge Frau" krächzte er wieder und winkte Ella mit einem Finger zu sich. "Kommen sie junge Frau! Kommen Sie!" Was wollte dieser Mensch von ihr. Er sah aus wie ein alter Araber. Die Haut braun wie Leder, ein faltiges, wettergegerbtes Gesicht mt einer großen Adlernase und weiß-grauen Bart und Haar. Unsicher was sie tun sollte wich Ella einen Schrit zurück. "Haben Sie keine Angst. Ich weiß was Sie suchen. Kommen sie!" Der Mann winkte noh einmal mit seinem Zeigefinger, drehte sich dann um schritt langsam in die Gasse zurück. Ohne sich wirklich erklären zu können warum fasste Ella vertrauen zu ihm und folgte ihm.
Die Gasse verlif dunkel zwischen den hohen Häusern, ein Ende war nicht abzusehen. Ab und zu gab es Eingänge zu Häusern oder Hinterhöfen. Und in so einem verschwand jetzt der alte Mann. Nach kurzem Zögern folgte Ella.

Mittwoch, 28. Juni 2006

48 Stunden, Teil eins

Erst hatte Ella sich geärgert, dass sie 48 Stunden Aufenthalt in haben sollte bis ihr Anschlußflug ging. Aber so hatte sie doch die Gelegenheit die Stadt ein bißchen kennenzulernen. Außerdem war das Hotelzimmer sehr gemütlich und da sie während des langen Fluges keinen Schlaf gefunden hatte, strekte sie sich auf dem Doppelbett aus und war bald in einen tiefen Schlaf gefallen. Als sie wieder aufwachte war es Abend. Die Sonne versank gerade, aber der Abend war lau und viel zu schön um ihn im Zimmer zu verbringen.
Vor dem Hotel wurde Ella von einem wirren Verkehrschaos empfangen. Überall auf den Strraßen wurde gehupt und geschimpft. merkwürdigerweise störte es sie gar nicht. Sie empfand es nur als ein Zeichen des aufregenden Lebens das um sie tobte. Exotisch kam es ihr vor. So exotisch, dass sie das Gefühl nur davor zu stehen und nicht dazu zugehören. Dieses Gefühl hatte sie oft, wenn sie in anderen Ländern war. Egal ob sie weit weg verreiste, oder in ein Nachbarland. Kaum war sie über die Grenze, da nahm sie schon die Rolle der Beobachterin ein.
"Einen Kaffee" dachte Ella "Einen Kaffee und etwas kleines zu Essen brauche ich jetzt." Und so schlug sie die Richtung ein, in der sie die Altstadt vermute, dort würde sie bestimmt ein nettes kleines Restaurant finden. ...
Fortsetzung folgt

Dienstag, 27. Juni 2006

Sommer ist...

Der Duft von frisch gemähtem Gras stieg ihr in die Nase, als sie den staubigen Kiesweg zum Haus ihrer Eltern entlang schritt. Wie jeden Sommer kehrte sie für ein paar Wochen nach hause zurück. Wie es hier roch! Kindheitserinnerungen wurden in ihr wach. Erinnerungen an die ersten Abende der Sommerferien. Abende an denen die Erlaubnis länger draußen zu spielen ausreichte um das Gefühl unendlicher Freiheit in ihr zu wecken. Es war ein einzigartiges Gefühl, dieses Sommerferiengefühl.
Jetzt war wieder Sommer. Aber wenn man erwachsen ist, ist der Sommer anders. Man sehnt sich nach Ruhe und erhohlung statt nach Abenteuern.

Freitag, 23. Juni 2006

Pause

Stöhnend ließ sich der Mann auf der Treppe nieder. Stundenlang, so schien es ihm, war er durch die Stadt geirrt. Jetzt brauchte er eine Pause. Auf was hatte er sich da nur eingelassen? Wieso hatte er sich in seinem Alter nur zu so etwas überreden lassen? Tja, jetzt steckte er bis zum Hals drin, jetzt gab es kein Aufgeben mehr. noch einmal tief durchatmen, sich den Schweiß mit der Schirmmütze von der Stirn wischen und dann wieder aus dem Schatten in Roms brennende Augustsonne.

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